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Bengt Hinrichs

4x Photo-Plot - Beispiel: Ohne Titel II (108 x 124 cm)
Die Arbeit Paß(ier)-Bilder ist ein Konglomerat divergenter Stile und bewegt sich orientierend am Werk Renger Patsch's und Sanders und dem in dessen Arbeit Antlitz der Zeit im Vorwort Döblins institutionalisierten Begriffs der Soziologie ohne zu Schreiben (Wie man Soziologie schreibt ohne zu schreiben… Alfred Döblin, 1929) und der Einführung der wissenschaftlichen Theorien (…er tat es unter wissenschaftlichem Gesichtspunkt. Walter Benjamin, 1931) in die photographische und künstlerische Arbeit. Dieser wissenschaftliche Aspekt der vergleichenden Analyse und der Entindividualisierung, wie sie in den Werken der Bechers und Ruffs als Erben der Neuen Sachlichkeit fortgesetzt werden, werden in dieser Arbeit gemischt mit dem narrativen Aspekt, wie er u. a. in Werken der Vertreter der Autorenphotographie, wie z. B. bei Robert Frank The lines of my Hand, Volker Heinz Ahnung, Michael Schmidt Einheit, Nan Golding The Ballad of Sexual Dependency und Larry Clark‘s Tulsa und Teenage Lust vorhanden ist.
So zeigt der analytische Teil der Arbeit den Versuch einer unmöglichen mathematischen Formel des Lebens in der bürokratischen Gesellschaft und daher auch das Limit an Freiheit auf das uns gewährt wird. Die Formel wird anhand des Modells Bengt Hinrichs (α) in Personalunion mit dem Autor ausgelotet und in diese eingesetzt, sowie die Spanne des Lebens als Menge: a1,…, zx, der Ereignisse für welche die Dokumente x1 bis xn zum Erreichen der Ziele y1 bis yx benötigt werden - wobei kaum Dokumente pränatal und das letzte postmortem verfügbar aber nicht realisierbar sein wird. Diese Tatsache unterstützt den Sachverhalt, daß die Arbeit bruchstückhaft bleiben wird, da sie vom Autor selber - aus bekannter aber unabwendbarer Tragik - nicht abgeschlossen werden kann

So wird in dieser Arbeit mikroskopiert, um zu sehen was denn übrig bleibt wenn der Mensch gegangen ist und …offenbart die Katastrophe, die wir Tag für Tag in unserer Brieftasche mit uns herumführen… (nach einem Zitat Boris Mikhailovs 2003 bei der Präsentation dieser Arbeit) die Formalisierung der Langeweile eines Jürgen Klauke sowie die kafkaesksche Neurose des Bürokratismus, den das selbstorganisierende Prinzip eines Gemeinwesens auslöst, was wir eigentlich sind wenn wir uns nicht anhand von einem wie auch immer gerarteten Etwas aus- bzw. beweisen können. Das Dokument mit der Schrift bestimmt somit über unser Sein oder Nichtsein. Wie Susan Sonntag schrieb: Jener bereits notorische erste Sturz in die Entfremdung, der den Mensch daran gewöhnt hat, die Welt im gedruckten Wort zu abstrahieren, hat ihm vermutlich das Mehr an Faustischer Energie und psychischer Schädigung eingebracht, das erforderlich war, um moderne, unorganische Gesellschaftsstrukturen zu schaffen.
Weitere Exponate:
Paß(ier)-Bilder: Ohne Titel I |
Ohne Titel III |
Ohne Titel IV
Weiteres:
Thank you for support |
Langer Samstag |
Begegnung |
Blechbuch |
Bei Nacht
Performance Holz hacken - Eindrücke:
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Symfoni #1 / Symphonie #1 (Flyer)
Eindrücke:
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Bengt Hinrichs
*1967, Husum
Diplom Bildender Künstler
Photographie |
Ausbildung
2004: Diplom bildender Künstler, Photographie
1997-2001: HdK, Berlin: Gestaltung, Visuelle Kommunikation
1994-2004: HGB, Leipzig: Freie Kunst, Photographie
1993: BTU, Cottbus: Architektur
1992: Sommerhøjskole Süderbrarup: Carbon-/Gummiarabicum-Druck bei Wieslaw Zielinski
1990: Kunsthochschule Holbæk: Siebdruck, Video und Musik
1983-1991: Diverse Kurse und Workshops zur Photographie
1982: Photo-AG: Camera Obscura-Experimente
1977: Erster Photoapperat: Agfamatic 55c
Ausstellungen
2004: Leipzig, Diplom HGB: I skal ikke blive glemt (Fragment #XIII)
2003: Leipzig, HGB: Fick Dich ins Knie - Wichser (Fragment #XII)
1999: Berlin, HdK: Paß(ier)bilder (Fragment #V)
1998: München, Lothringer Halle: Aufbruch zur inneren Erneuerung
1998: Berlin, HdK: Me and my friends - ich baue mir selber ein Denkmal (Fragment #II)
1998: Berlin, HdK: Freie Klasse - Win with - Das Örtliche (Fragment #I)
1998: Berlin, Russenbar: Das Örtliche (Fragment #I)
1998: Berlin, Volksbühne Prater: Wladimir & Estragon (Fragment #X)
1997: Berlin, HdK: Blue Box Bar - Trinken für die Kunst
1997: Leipzig, Ramon Haze: Blind Date (Side view of our works)- Wladimir & Estragon (Fragment #X)
Frühe Arbeiten
1996: Fragment #I - #IV; Das Örtliche, Me and my friends - ich baue mir selber ein Denkmal, WAR I, Lagedeich
1995: Vater - warum hast Du (Fragment #IX)
1995: Nichts
1993: Bei Nacht II
1991: Bei Nacht I
1991: Invitation
1990: The man they couldn't hang III
1988: The man they couldn't hang I - II
1988: Gööl, rüüdj än ween
Aktionen
1998: Soziale Skulptur: Vote - Joe, Stelle dich selbst zur Bundestagswahl auf
Video
2004: Mauerkids - Telekoma in Berlin
1998: Aufbruch zur inneren Erneuerung
1998: Für die bessere Welt
1997: BlueBoxBar; Trailer
1997: Wladimir & Estragon
1993: Stille Dialog: Ole Videbæk, Nja Mahdaoui, Tsuneo Shibata
1993: Garden og Pleasures; The Caves
1993: Infected Wound: Sascha Karminski
1991: Auschwitz: Wieslaw Zielinski
1991: I Crawled; Brothers Grimm
Berufserfahrung
2004: Freischaffender Künstler, Flensburg
2001-2004: Freischaffender, Berlin
1990-1994: Freischaffender Journalist und Bildreporter, Flensburg
Leitung und Organisation
1997-2000: Freie Klasse Berlin, HdK Berlin: Kunstklasse, studentische Selbstverwaltung
1996-1997: Ramon Haze, Leipzig: Autonomes künstlerisches Projekt
1990-1994: Redaktion, Treklang
1989: Independent Open Air, Tönning
Künstlerbetreuung und Aufbau
2003: Boris Mikhailov, Leipzig: Berlin
1994: Medienbiennale, Leipzig: Minima Media
1993: Ole Videbæk, Flensburg: Stille Dialog
Kontakt
Bau'er Landstraße 27
24939 Flensburg
Tel. + 49(0)162/901 25 48
E-Mail:
www.bengt-hinrichs.de
Werkbeispiele
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